Das Familienbild der AfD ist traditionell, aber auch veraltet!

Im Gesellschaftsbild der AfD ist kein Platz für individuelle Lebensmodelle.

Die AfD sagt von sich ja gerne, dass sie nicht homophob sei, aber für die Entwicklung eines Kindes eben das traditionelle Familienbild mit Vater und Mutter unglaublich wichtig sei. Auch das ist natürlich erst mal nur eine These der AfD, die zwar von vielen Kinderpsychologen unterstützt wird, aber nur aufgrund fehlender Studien. Da sich das Modell der gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaft mit Kindern zeitlich noch nicht lange in unserer Gesellschaft als alternatives Lebensmodell durchsetzen konnte, können auch noch nicht so viele Studien existieren.

Aber eine aussagekräftige Studie gibt es dann doch!

In Australien wurde durch die Wissenschaftler um Simon Crouch vom Jack Brockhoff Child Health and Wellbeing Program der University of Melbourne eine Studie an 500 Kindern im Alter von 0 bis 17 Jahren durchgeführt, die in gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften aufwachsen.

Die Studie berücksichtigte dabei ebenfalls den Bildungsstand und das Haushaltseinkommen der Eltern, um diese Faktoren herausrechnen zu können. Die Studie wurde mit demselben Vorgehen wie bei traditionellen Familien durchgeführt, um das Ergebnis mit bereits durchgeführten repräsentativen Studien vergleichen zu können.

Das Ergebnis ist interessant und für die AfD sicher überraschend!

Die Kinder aus Familien mit gleichgeschlechtlichen Lebenspartnern lebten gesünder und in einem größeren Familienzusammenhalt als Kinder aus traditionellen Familien. Die mentale Gesundheit der Kinder aus Familien mit gleichgeschlechtlichen Lebenspartnern unterschied sich nicht von Kindern aus traditionellen Familien. Die Wissenschaftler erklärten das Ergebnis unter Anderem damit, dass bei gleichgeschlechtlichen Partnerschaften eine ausgeglichenere Arbeitsteilung ohne traditionelles Rollenverhalten gelebt wird.

Einen Unterschied konnte man jedoch dann doch feststellen!

Kinder aus gleichgeschlechtlichen Partnerschaften empfanden den Einfluss der Stigmatisierung durch Außenstehende als mild bis sehr massiv. Aber dieser Einfluss wirkt eben von Außen durch Dritte und hat mit dem Lebensmodell einer gleichgeschlechtlichen Familie nichts zu tun.

AfD - Es ist eure Haltung und euer 'Gender-Wahn', der den Kindern einzig schadet!

Wir leben in einer Zeit, in der es vielfällige Lebensmodelle gibt, die nicht schlechter sind, als euer traditionelles Gesellschaftsbild. Es gab Menschen, die lange dafür gekämpft haben, dass unsere Gesellschaft diese Modelle zulässt und auch ihr solltet damit beginnen durch Toleranz die Stigmatisierung der Kinder solcher Modelle aufzuheben anstatt mit euren Thesen, die so nicht nachweisbar sind, Menschen dagegen aufzuhetzen. Denn das ist es, was den Kindern schadet und...

... ja, liebe AfD, ihr seid homophob!

Und auch andere Lebensmodelle als die traditionelle Familie haben Platz in unserer Gesellschaft, da das traditionelle Familienbild gar nicht mehr in unsere Zeit passt. Wenn man nicht zu den Besserverdienern in Deutschland gehört, ist eine Familie mit allein-verdienendem Vater, sich um den Haushalt und die Kinder kümmernden Mutter mit zwei oder mehr Kindern einfach veraltet und nicht umsetzbar.

Und auch dafür ist eine frühkindliche Sexualerziehung fördernd, die den Kindern eben aufzeigt, dass nicht nur ein traditionelles Familienmodel in der heutigen Zeit seine Existenzberechtigung hat, sondern dass wir in einer freien Welt leben, in der man sich für eines der Modelle individuell entscheiden darf. Sei es traditionell, alleinerziehend, als Patchwork-Familie oder in einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft. Und diese Einsicht sollte mit frühkindlicher Sexualerziehung vermittelt werden, um Stigmatisierung vorzubeugen, und nicht das, was ihr euch in euren verklemmten Köpfen davon für ein Bild macht.